Eigenverbrauch steigern, Stromkosten senken – so geht`s

01/03/2019

Je grösser der Eigenverbrauch, desto geringer die Kosten – nach diesem einfachen Prinzip lässt sich die Höhe der Stromrechnung erheblich senken. Doch wie können Anlagenbetreiber ihren Eigenverbrauch real steigern? Dafür bietet die MBRsolar verschiedene Tipps und innovative Technik.

Warum ist ein hoher Eigenverbrauch lohnenswert?

Ein typisches Beispiel: Zur Mittagszeit steht die Sonne hoch am Himmel und die Solarmodule wandeln viel Licht in elektrischen Strom. Strom, den keiner nutzt, weil alle Bewohner aus dem Haus sind. Am Abend dann das Gegenteil: Herd, Computer und Fernseher nehmen mehr Leistung auf, als die Solarzellen bereitstellen. Auch wenn der überschüssige Strom verkauft wird, ist diese Situation ökonomisch ungünstig. Der Grund: Die Vergütung für eine Kilowattstunde liegt deutlich unter ihrem Einkaufspreis. Nicht nur die Umwelt, auch der Geldbeutel freut sich daher über einen steigenden Eigenverbrauchsanteil.

Wie lässt sich der Eigenverbrauch steigern?

Untersuchungen zeigen: Der Anteil am erzeugten Solarstrom, der selbst genutzt wird, liegt im Mittel bei nur rund einem Viertel. [1] Wünschenswert ist, diesen Wert deutlich zu steigern. Für den Weg dorthin gibt es einige hilfreiche Tipps und sinnvolle Technik.

Meist lässt sich der Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms auch ohne zusätzliche Technik steigern. Dazu ist es empfehlenswert, Geräte mit hohem Energiebedarf während der Mittagsstunden zu betreiben. Das kann zum Beispiel der Herd oder das Bügeleisen sein. Auch das Smartphone lädt in sonnigen Stunden meist vollständig mit eigenem Solarstrom. Fernseher, Beleuchtung und viele weitere Geräte werden jedoch eher morgens und abends eingeschaltet. Zudem ist es nicht immer möglich, die Stromabnahme nach dem Sonnenstand zu richten.

Deshalb gibt es eine Reihe von sinnvollen technischen Innovationen, die den Eigenverbrauch steigern. Nach dem Prinzip, Strom zu nutzen, wenn er zur Verfügung steht, arbeitet die intelligente Gerätesteuerung. Die Software schaltet Geschirrspüler, Waschmaschine und Co. dann ein, wenn die Solarzellen ausreichend Strom bereitstellen. Entsprechende Apps visualisieren den Erfolg der Technik.

Sehr effizient ist ausserdem der hausinterne Stromspeicher. Hierbei nimmt ein Akku überschüssige Kilowattstunden auf, die dann nach Bedarf entnommen werden. Auf diese Weise profitieren Sie sogar nachts von Ihrem Solarstrom.

Langfristig nachhaltig ist die Kombination von Solaranlage und Wärmepumpe. Letztere nutzt elektrische Energie, um Wärme aus der Umgebung ins Haus zu befördern. Da die Heizung (oder Kühlung) fast immer in Betrieb ist, handelt es sich hier um einen sehr sinnvollen und ökologischen Weg, den produzierten Solarstrom selbst zu verwenden.

Möchten Sie eine Neuanlage installieren? Dann können Sie schon bei der Planung wichtige Entscheidungen für einen höheren Eigenverbrauchsanteil treffen. Sind die Module nicht nach Süden ausgerichtet, sondern Richtung Süd-West versetzt, steht abends mehr eigener Solarstrom zur Verfügung. Zugleich sinkt der Überschuss zur Mittagszeit. Zusammenfassend ist eine Kombination verschiedener Massnahmen oft die beste Wahl, um den Eigenverbrauch zu steigern. Die MBRsolar bietet deshalb von der Planung über die Montage bis zur Energieberatung ein umfassendes Leistungsspektrum an.

[1] www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-planung/tipps-zur-erhoehung-des-eigenverbrauchs