Fünf Kriterien für Nachhaltigkeit von Solaranlagen

25/10/2019

Solarstrom ist nachhaltig. Doch was bedeutet das überhaupt – und wie sieht die Umweltbilanz der Photovoltaik von der Herstellung bis zur Wiederverwendung aus? Die MBRsolar gibt die wichtigsten Antworten zum Thema Nachhaltigkeit und zeigt, in welcher Richtung aktuell geforscht wird.

Wann ist eine Technologie nachhaltig?

Der Begriff Nachhaltigkeit wird häufig gebraucht, doch was verbirgt sich überhaupt dahinter? Im Prinzip geht es darum, dass die vorhandenen Ressourcen innerhalb eines Systems regeneriert werden. Im Idealfall bedeutet das: Es ist kein Eintrag von aussen nötig, um die Funktion zu erhalten.

Weniger theoretisch und mehr praktisch am Beispiel der Energiewirtschaft: Wenn eine Technologie so viel Energie umsetzt, sodass sie genug Strom für alle Abnehmer und ihre eigene Produktion (und Wiederverwertung) erzeugt, gilt sie als nachhaltig. Ob ein System das leisten kann, lässt sich anhand bestimmter Parameter prüfen. 

Warum ist Photovoltaik nachhaltig? Die wichtigsten Kriterien

Photovoltaik ist aus mehreren Gründen nachhaltig. Die wichtigsten Gründe dafür hier in der Übersicht.

1. Energierückzahlzeit

Um ein PV-Modul (und die übrige Technik für den Betrieb) herzustellen, ist eine bestimmte Energiemenge nötig. Im Fall der Solarkollektoren ist zum Beispiel die Produktion der Glasscheiben und der Silizium-Halbleiter energieintensiv. Dem steht jedoch ein hoher Ernteertrag gegenüber. So gewinnt eine Anlage je nach verbauter Technik, Ausrichtung etc. nach drei bis sechs Jahren die Strommenge zurück, die zur Herstellung aufgewendet wurde. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 25 Jahren ist der energetische Gewinn deutlich höher als die Investition.

2. Materialeinsatz

In Bezug auf das Material ist die erste wichtige Erkenntnis: Der vorwiegend benötigte Rohstoff Silizium ist ausreichend verfügbar. Im Vergleich zu frühen Solarzellen ist der Materialeinsatz zudem deutlich gesunken. Dafür gibt es zwei Gründe: die Dünnschichttechnik und die Erhöhung des Wirkungsgrads. 

3. Wiederverwertbarkeit

Neue Anlagen statt Müll: Wer nachhaltig Strom produzieren will, sollte nicht brauchbare Abfälle nach Möglichkeit vermeiden. Die Solartechnik ist hier ein Positivbeispiel. Zwar haben die Module witterungsbedingt eine begrenzte Nutzungsdauer, jedoch lassen sich die meisten Materialien sinnvoll recyclen.

4. Emissionen

Erzeugt die Photovoltaik Emissionen, welche die Umwelt belasten? Die beruhigende Antwort: Im Betrieb ist die PV-Technik vollständig emissionsfrei. Lediglich bei der Produktion und der Wiederverwertung fallen aktuell Abgase an. Art und Umfang hängen stark von der genutzten Energiequelle ab. Hypothetisch könnte ein Grossteil davon ebenfalls regenerativ gewonnen werden. 

5. Photovoltaik in der Praxis

Schliesslich bleibt eine ganz fundamentale Frage: Lässt sich die Technik überhaupt flächendeckend einsetzen? Auch hier überzeugt die Photovoltaik. Wer die Dächer in der Schweiz betrachtet, stellt fest: In jedem Kanton ist die Erzeugung von eigenem Solarstrom problemlos möglich. Ebenfalls positiv: Für die Module müssen keine neuen Flächen geschaffen werden, sondern es lassen sich bestehende Dächer nutzen.

Ausblick in die Zukunft

Zur weiteren Verbesserung der Nachhaltigkeit von PV-Anlagen gibt es aktuell drei wichtige Forschungsansätze: die Erhöhung des Wirkungsgrades, die Reduktion des Materialeinsatzes und die Optimierung des Recyclings. Damit wird die Nachhaltigkeit der Anlagen zukünftig noch weiter verbessert.

Nachhaltigkeit für das eigene Zuhause

Schon heute ist die Photovoltaik ein Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit. Möchten auch Sie umweltschonend Strom auf dem eigenen Dach produzieren? Wir planen, realisieren und betreuen Ihre Anlage gern.