Stromspeicher

08/02/2019

Gibt es Solarstrom nur, wenn die Sonne scheint? Nein, mit modernen Batteriespeichern lassen sich ausreichend Kilowattstunden für die Nacht speichern. Weiterer Vorteil: Betreiber von Solaranlagen erhöhen den Grad ihrer Autarkie und müssen seltener teuren Netzstrom zukaufen. Wie funktioniert diese Technik und wann ist die Montage eines Stromspeichers wirklich sinnvoll?

Wie wird Strom gespeichert?

Elektrischer Strom ist bewegte Ladung. Das ist eine Form von Energie, die sich besonders variabel umwandeln lässt. Im Haushalt werden daraus zum Beispiel Wärme, Licht und Bewegung. Strom hat allerdings auch die Eigenschaft, in Bewegung sein zu müssen. Die Ladungsträger (Elektronen) in der Leitung lassen sich nicht einfach „parken“ und bei Bedarf entnehmen. Wer Strom speichern will, muss deshalb eine andere Lösung finden. Für Privatanwender eignen sich hierfür vor allem Batterien oder genauer: Akkumulatoren. Sie können Strom sowohl abgeben als auch aufnehmen. Wie funktioniert das?

Der Akku als Stromspeicher

Ein Akku enthält zwei Elektroden, die im Betrieb den positiven und negativen Pol bilden. Die Antriebskraft dafür, dass sich Elektronen zwischen den Polen bewegen, liefern chemische Reaktionen, die im Inneren ablaufen. Die Besonderheit bei Akkus ist, dass diese Prozesse reversibel sind: Liegt ein Ladestrom an, laufen die Reaktionen rückwärts. Auf diese Weise lassen sich die Zellen laden und entladen. Die Speicherung des Stroms erfolgt also in Form von chemischer Energie.

Wie funktioniert die Solaranlage mit Stromspeicher?

Als Ergänzung zur Solaranlage liefert ein Akku zwei wesentliche Vorteile: Überkapazitäten aus den Mittagsstunden werden gespeichert und die Betreiber müssen weniger Strom für dunkle Tage oder die Nacht zukaufen. Um das zu realisieren, wird der Akku direkt im Haus integriert. Ein Steuergerät sorgt dafür, dass der erzeugte Solarstrom bedarfsgerecht in das Hausnetz fliesst, den Akku lädt oder, wenn dieser voll ist, ins Netz eingespeist wird.

Blei-Akku oder Lithium-Ionen-Technologie?

In der Praxis werden heute vor allem Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt. Sie bieten pro Kilogramm ein Speichervermögen von etwa einer Kilowattstunde – und damit deutlich mehr als Blei-Akkus. Letztere sind dafür günstiger in der Anschaffung. Wir verbauen nur Lithium-Ionen-Akkus, da wir von der Qualität und der Langlebigkeit überzeugt sind.

Möchten Sie einen Stromspeicher nutzen? Wir beraten Sie gerne zu den Varianten und dimensionieren die Kapazität passend zu Ihrer Anlage.