Wie nachhaltig ist die eigene Energieversorgung?

22/07/2019

Die Selbstversorgung mit Solarstrom ist ein Ziel vieler Schweizer Haushalte. Doch wie nachhaltig ist die Speicherung von Solarstrom in Batterien? Die MBRsolar stellt die Ökobilanz moderner Akkus von der Herstellung über den Betrieb bis zum Recycling vor.

Stromspeicher: nachhaltig oder nicht?

Für hohe Selbstversorgungsgrade mit Solarstrom sind sie unverzichtbar: die Stromspeicher. Sie konservieren den Strom aus den ertragreichen Mittagsstunden für den hohen Bedarf am Abend. Die Folge: Der Anteil selbst genutzter Kilowattstunden vom eigenen Dach steigt – und damit auch der finanzielle Vorteil, den die Betreiber geniessen. Kein Wunder also, dass die Stromspeicher in der Schweiz immer populärer werden. Doch wie nachhaltig sind die Akkus? Die Ökobilanz wird wesentlich von den Faktoren Haltbarkeit, CO2-Ausstoss und Recycling beeinflusst. 

Haltbarkeit und Ladezyklen von Stromspeichern

Der Zusammenhang ist einfach: Je länger der Akku hält, umso günstiger fällt seine Ökobilanz aus. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit lag in der Entwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. Darauf basierende Stromspeicher haben den Vorteil, dass sie häufiger ge- und entladen werden können als beispielsweise Bleiakkus. Dank weiterer Fortschritte sind mittlerweile Hausbatterien verfügbar, die etwa 10.000 Ladezyklen erlauben. Das entspricht einer Nutzungsdauer von bis zu 30 Jahren. Diese lange Haltbarkeit freut nicht nur die Betreiber in Hinblick auf die Kosten, sie schont auch die Umwelt: Zwar müssen die Rohstoffe wie Lithium (der Anteil im Akku beträgt übrigens weniger als zwei Prozent) oder Kupfer gewonnen werden – in den folgenden 20 bis 30 Jahren fällt aber kein Materialunterhalt an. Im Gegensatz dazu müssen konventionelle Energieträger wie Gas oder Kohle kontinuierlich abgebaut werden.

CO2-Bilanz von Akkus

Für viele Betreiber, der wohl wichtigste Aspekt in Bezug auf Nachhaltigkeit ist, die CO2-Bilanz. Die Frage: Setzt die Produktion des Speichers am Ende sogar mehr Treibhausgase frei als die Technik einsparen kann? Die klare Antwort: Nein. Zwar fällt ein gewisser Energiebedarf für die Gewinnung von Lithium, Aluminium und Co. an – Rechnungen von Forschern wie Prof. Karl-Heinz Pettinger (Hochschule Landshut) zeigen jedoch, dass sich die Technik schnell amortisiert. Bereits nach etwa acht Monaten Nutzungsdauer übersteigt die insgesamt gespeicherte und wieder abgegebene Menge an Kilowattstunden den ursprünglichen Energieeinsatz. 

Recycling von Lithium-Ionen-Akkus

Ein dritter wichtiger Punkt ist die Wiederverwertung der Rohstoffe. Tatsächlich ist Lithium eine knappe Ressource, deren Gewinnung aufwendig ist. Umso wichtiger ist es also, dieses wertvolle Material im Rohstoffzyklus zu erhalten. Mit zunehmender Anzahl alter Akkus, zum Beispiel aus Smartphones und Autos, ist es immer attraktiver geworden, diese zu recyceln. So gibt es mittlerweile spezialisierte Fachfirmen wie die Redux Recycling GmbH in Bremerhaven, die bereits jetzt in der Lage ist, pro Jahr 10.000 Tonnen Li-Akkus aufzubereiten – und das mit einer Rückgewinnungsquote von 70 Prozent. Bis die ersten Solar-Akkus in zehn bis 15 Jahren zum Recycling anstehen, werden sich diese Leistungsdaten noch erheblich gesteigert haben. 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Solarstrom-Akkus sind eine nachhaltige Lösung, um die Eigenverbrauchsquote zu steigern. Möchten auch Sie von dieser Technik profitieren? Wir beraten Sie gern und realisieren eine bedarfsgerechte Anlage bei Ihnen vor Ort.